Am vergangenen Sonntag stand für die Footballer der Wittenberg Saints das fünfte Saisonspiel auf dem Programm. Für dieses ging die Reise nach Dresden zur 2. Mannschaft des GFL-Teams Dresden Monarchs.

Bereits um 10 Uhr morgens war Kick-Off am Trainingszentrum der Monarchs. Der frühe Spieltermin war notwendig, weil um 15 Uhr die erste Mannschaft ihr Heimspiel gegen die Hamburg Huskies austragen sollte.

Bedingt durch die Urlaubszeit und andere Verpflichtungen einiger Spieler (zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr) traten die Saints mit knappem Kader in Dresden an. Dadurch waren einige Spieler gezwungen auf Positionen zu spielen, auf denen sie keine oder geringe Erfahrungen hatten. Die Dresdner hingegen traten in voller Personalstärke an und bereits beim Aufwärmen der beiden Teams wurde ein gewisser Qualitätsunterschied sichtbar. Dabei waren die Dresdner selbst bisher nicht allzu gut in die Saison gestartet. Bei bisher zwei Spielen gewann einmal knapp mit 7:6 gegen die Freiberg Phantoms und musste sich den Vogtland Rebels mit 13:15 geschlagen geben.

Dresden Monarchs II – Wittenberg Saints 50:0

Schon kurz nach dem Kick-Off wurde schnell klar, dass es ein schweres Spiel für die Footballer aus der Lutherstadt werden würde. Der erste Angriff der Wittenberger war schnell vorbei während die Monarchs bei ihrem ersten Angriff sofort punkten konnten. Dieses wiederholte sich in den folgenden Angriffen und so lagen die Wittenberger bereits Ende des ersten Viertels deutlich zurück.

Bei eigenen Angriffen konnte man selbst mit dem sonst guten Laufspiel kaum Raumgewinn erzielen und die Pässe erreichten nur selten ihr Ziel. Die eingangs erwähnte Personalknappheit kam hier deutlich zum tragen.

Anders als sonst, kam aber auch die Defense der Wittenberg Saints nie so richtig in Spiel. Ist sie sonst der Rückhalt des Teams, wurde das Spiel gegen die Monarchs von zahlreichen Fehlern geprägt. So gelang es der zweiten Mannschaft des 1992 gegründeten GFL-Teams mit einem simplen Spielaufbau, geprägt von kurzen Pässen und Laufspielzügen, eins ums andere mal die Defense der Wittenberger zu überwinden. Der Touchdown war dann meist nicht zu vermeiden.

Was bei den Dresdnern so leicht aussah wollte den Wittenbergern nicht so recht gelingen, neue First Downs waren selten und so verlor man das Angriffsrecht meist sehr schnell.

Am Ende gewannen die Dresden Monarchs II völlig verdient mit 50:0.

Fazit

In den letzten Wochen war bei den Wittenberg Saints stets eine positive Entwicklung festzustellen. Man konnte erste eigene Punkte feiern und überzeugte mit einer stabilen Defense. Das Spiel bei den Monarchs wirkte da wie ein Rückschritt in die erste Saison. Der Vergleich ist sicherlich etwas hart, denn mit gerade einmal reichlich 20 Spielern war abzusehen, dass man in Dresden kaum mit nennenswerten Erfolgserlebnissen rechnen können wird. Das die Saison erst in vier Wochen weiter geht, dürfte sich positiv auswirken. Beim nächsten Heimspiel am 12. August wird man sicherlich wieder auf eine deutlich größere Anzahl an Spielern zurückgreifen können.

Niederlagen bei denen man wenig Positives hervorheben kann, tun weh – gehören aber letztendlich dazu. Die Wittenberger werden auch daraus gestärkt hervorgehen und beim Heimspiel gegen die Freiberg Phantoms erneut angreifen.

Positive Randbemerkung: Die Wittenberger Spieler wurden von den Dresden Monarchs zum anschließenden GFL-Spiel der ersten Mannschaft gegen die Hamburg Huskies ins Heinz-Steyer-Stadion eingeladen. Bei allerbestem Wetter konnten die Wittenberger hier einen überzeugenden Sieg der Dresdner erleben. Das Spiel endete 52:14.

Die weiteren Saisonspiele der Wittenberg Saints:

12.08. | Wittenberg Saints vs. Freiberg Phantoms
26.08. | Freiberg Phantoms vs. Wittenberg Saints
16.09. | Wittenberg Saints vs. Dresden Monarchs II

In eigener Sache:
Aus technischen Gründen findet Ihr dieses mal nur einen verkürzten Spielbericht. Eine gewohnt ausführliche Spielnachbetrachtung gibt es wieder nach dem Heimspiel gegen die Freiberg Phantoms.

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